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Die Bestimmung des Menschen

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Wie es die Bestimmung des Fisches ist, im Wasser zu schwimmen, die des Vogels, in der Luft zu fliegen und die der Wühlmaus, in der Erde zu wühlen, ist es die Bestimmung von uns Menschen, im Vollsein Mensch zu sein. Wie der Fisch sich im Wasser, der Vogel in der Luft und die Wühlmaus im Erdreich, kann der Mensch nur wirklich glücklich werden, wenn er im Vollsinn Mensch ist. Im Vollsinn Mensch zu sein hat einen generellen und einen individuellen Ansatz.

Die allgemeine Bestimmung des Menschen

Gott hat uns Menschen als Gegenüber geschaffen, um von ihm geliebt zu werden. Und das ist dann auch unsere erste und alles überragende Bestimmung. Gott, der Schöpfer und Erhalter und Herrscher des Universums liebt uns vorbehaltlos. Doch Gott zwingt uns seine Liebe nicht auf, sonst währe es keine echte Liebe. Es ist aber sein sehnlichster Wunsch, dass wir seine Liebe erwidern. Gott ist wie ein Liebhaber, der seiner Geliebten einen Antrag macht und auf deren Gegenliebe hofft. Wir Menschen sind zu dieser Gegenliebe geschaffen, weshalb es unsere Bestimmung ist, Gott zu lieben. Im Vollsinn Mensch sein bedeutet also von Gott geliebt zu werden und Gott zu lieben.
Da Gott von seinem Wesen her Liebe ist und wir nach seinem Ebenbild geschaffen wurden, ist die Liebesbeziehung auch zwischenmenschlich unsere Bestimmung. Im Vollsinn Mensch sein bedeutet demnach unsere Mitmenschen (unsere Nächsten) zu lieben und uns von ihnen lieben zu lassen.
Gott hat uns in eine Schöpfung (Natur) geschaffen, mit der er uns versorgt. Er überträgt uns aber auch die Verantwortung dafür. Die gesamte Schöpfung mit allen ihren Ressourcen ist also zu unserem Nutzen da. Nutzen bedeutet aber zugleich nicht ausnützen. Ja, wir sollen sorgfältig mit der Natur umgehen und im Einklang mit ihr in ihr leben. Im Vollsinn Mensch sein bedeutet also, die Natur so zu bebauen, dass wir davon Leben können. Einen Beruf auszuüben, mit dem wir uns und unsere Familie ernähren können, gehört also zur Bestimmung von uns Menschen. Dabei gilt es aber darauf Acht zu haben, dass wir die Schöpfung nicht ausnutzen, sondern bewahren.
Seit dem sich Menschen dazu entschieden haben, ihr Leben losgelöst von einer Beziehung mit Gott zu führen und damit an ihrer Bestimmung vorbei und nicht mehr als Menschen im Vollsinn zu leben, kommt uns Gottesliebhabern eine weitere Bestimmung zu: Im Sinne der Nächstenliebe gilt es, unsere Mitmenschen auf die Liebe, die Gott für sie hat hinweisen. Dies im Sinn einer Lebensführung, der man anmerkt, dass sie zum Mensch sein im Vollsinne (entsprechend der vorher aufgeführten Beschreibungen) befreit ist. Aber auch im Sinn des Erzählens davon, wer Gott ist, wer wir sind, was Gott alles für uns ist und tut und wie man in diese Beziehung mit ihm zurück findet.

Die individuelle Bestimmung des Menschen

Der Fingerabdruck ist das Paradebeispiel unserer Individualität. Er macht deutlich: jeder von uns ist ein Original, ein Einzelstück und als solches unbezahlbar wertvoll. Deshalb hat jeder von uns auch eine einzigartige Bestimmung. Jeder hat einen einzigartigen Charakter, einzigartige Begabungen (natürliche und geistliche Begabungen) und je einen einzigartigen Gaben-Cocktail. Entsprechend dieser Einzigartigkeit hat jeder von uns eine einzigartige Aufgabe, die ihm entspricht und ihn erfüllt.