Wir glauben, dass das Leben nach dem irdischen Tod weitergeht
#68636Es gibt Aussagen, die kann ich mit meiner Erfahrung überprüfen. Und es gibt Aussagen, die kann ich nicht überprüfen, weil ich eine entsprechende Erfahrung (noch) nicht machen kann. Im Werbeprospekt meines Handy-Netzbetreibers steht zum Beispiel, dass ich als Abonnent auf jedes Mobil- und Festnetztelefon in der Schweiz anrufen kann. Ich habe das mit meiner Erfahrung überprüft (jeden Anschluss habe ich nicht geschafft, aber bei jedem, bei dem ich’s versucht habe hats geklappt). Nun steht in demselben Prospekt, dass ich gegen einen leichten Aufpreis auch auf Telefonanschlüsse im Ausland anrufen kann. Das habe ich aus Angst vor einer allzu hohen Telefonrechnung noch nie ausprobiert. Weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass die eine Aussage im Werbeprospekt meines Telefonanbieters stimmt, gehe ich davon aus, dass auch die andere, bezüglich den Anrufen auf Anschlüsse im Ausland, wahr sein muss.
Ähnlich läuft das mit dem Glauben an das Leben nach dem Tod. Weil wir bei vielen Aussagen der Bibel über Gott und die Menschheit die Erfahrung gemacht haben, dass sie wahr sind, vertrauen wir auch darauf, dass Aussagen, die wir nicht überprüfen können ebenfalls vertrauenswürdig sind. So glauben wir analog der biblischen Aussagen, dass jeder Mensch sich nach dem Tod vor einem Gericht für seine Lebensführung verantworten muss. Ist er Gerecht, weil er Jesus stellvertretenden Opfertod für sich in Anspruch nahm, wird er die Ewigkeit in der Gegenwart des Gottes der Liebe verbringen, einer Gegenwart, die unser an Raum und Zeit gebundenes Vorstellungsvermögen übersteigt, aber von der Liebe, der Wahrheit, der Ordnung und des Lichtes Gottes geprägt sein wird. Wer sich in seinem Leben gegen eine Beziehung mit Gott entschieden hat und deshalb Jesus Opfertod nicht für sich in Anspruch nahm, wird die Ewigkeit in der Abwesenheit Gottes verbringen. Auch das können wir uns nicht vorstellen, aber es wird die Abwesenheit von Liebe, also absoluter Hass, die Abwesenheit von Wahrheit, also absolute Lüge (man kann niemandem trauen), die Abwesenheit von Ordnung, also absolutes Chaos und die Abwesenheit von Licht, also absolute Finsternis bedeuten – die Hölle halt.