Den Meisten von uns bereitet es immer mal wieder Mühe, an die Existenz eines Gottes zu glauben, den wir mit unseren fünf Sinnen nicht wahrnehmen können. Lächerlich wäre es, wenn wir aus dieser Tatsache schliessen würden, es gäbe ihn nicht. Schliesslich käme ja auch keinem Farbenblinden in den Sinn zu behaupten, dass es keine Farben gebe, nur weil er keine sieht.
Weil wir Geschöpfe den Schöpfer mit unseren Sinnen nicht wahrnehmen können, zeigt er sich uns so, dass wir dennoch etwas über ihn sagen und in Beziehung mit ihm treten können. Wenn ein Blinder und ein Sehender sich in demselben Raum befinden, heisst das noch lange nicht, dass der Blinde nichts über den Sehenden aussagen kann. Der Blinde kann nämlich all das über den Sehenden aussagen, was dieser ihm von sich mitgeteilt hat (Selbstoffenbarung).
So offenbart sich Gott uns Menschen auf vielfältige Weise. In seiner Schöpfung können wir erkennen, dass es ihn gibt. Dann hat er zu unterschiedlichen Zeitpunkten in der Menschheitsgeschichte an unterschiedlichen Orten zu verschiedenen Menschen gesprochen und ihnen die Worte eingegeben, die wir heute in der Bibel, der Heiligen Schrift, dem Wort Gottes nachlesen können. Da Gott den verschiedenen Schreibern die Inhalte der Bibel durch seinen Heiligen Geist eingegeben hat, hat diese normativen Charakter. Sie ist Gottes unveränderliches Wort, das uns den richtigen Weg durch das Labyrinth des Lebens und darüber hinaus zeigt.
Gott spricht nicht nur auf einem Kanal zu uns. So wurde er in Jesus Christus selber Mensch, um uns zu zeigen, wer er ist und wie er ist. In der Person Jesus Christus konnten die Menschen in Israel um das Jahr 4 v.Ch., bis ca 30 n.Chr. Gott sehen, hören, fühlen und riechen (ob auch schmecken ist uns nicht überliefert). Wie immer, wenn es um Geschichte geht, müssen wir uns heute auf das verlassen, was uns von den damaligen Augenzeugen überliefert wurde. Die Biographie Jesu liegt uns immerhin vierfach vor und dies mit einer beeindruckenden Übereinstimmung. Zudem sind uns unzählige Abschriften der Biblischen Texte erhalten, die bis auf wenige Details genaustens übereinstimmen.
Gott spricht auch durch seinen Heiligen Geist. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass der Heilige Geist massgeblich an der Entstehung der Bibel beteiligt war. Bis heute spricht er zu uns Christen durch Eingebungen, Bilder, Visionen, Träume usw.
Wir glauben deshalb, dass Gott uns nicht im Labyrinth des Lebens umherirren lässt, sondern zum Ziel des Lebens führt, indem er zu uns spricht.